
Die Paradoxie des Lebendigen
Es gibt Gedanken, die begleiten mich in meiner Arbeit als Coach nicht einfach als Ideen, sondern als Orte – Orte, die ich immer wieder betrete und die mich jedes Mal neu herausfordern. Einer dieser Gedanken lautet: Leben, gestalten, führen – ohne die Ambivalenz aufzulösen.
Was mir zunächst wie ein Widerspruch erschien, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als Weg: Nicht gegen das Paradoxe anzukämpfen, sondern mitten in der Spannung lebendig zu bleiben. Nicht auszuweichen, nicht zu fliehen, sondern innezuhalten, auszuhalten und zu bezeugen. Und aus genau dieser Tiefe heraus zu handeln – einer Tiefe, die jenseits von Emotionen liegt.
Diese Tiefe nenne ich „innere Haltung“.
